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Willkommen beim SV Kloster Lehnin

Nach dem Zitat von Werner Sontag "Irgendwann musst Du nach Biel", machte sich unser Team Dennis Wilke "Fahrradbegleitung" und Torsten Lehmann "Run" auf den Weg in die Schweiz, um beim 52. Bieler 100km Nachtlauf zu starten.

Von ca. 2400 Ultra Läufern belegten sie in einer Zeit von 11:12:15 den 341. Platz und in der Ak M40 den 86.

Ein großes Danke schön an unsere Mitgereisten Fans, die für die Stimmung an der Straße sorgten und an all denen, die uns von Zuhause aus die Daumen gedrückt haben.

Laufbericht:

Freitag, der 12. Juni, lang ersehnt und endlich da. Ab morgens um 7.00 Uhr beginnen einige der vielleicht ungewöhnlichsten Stunden meines Lebens. Der Countdown bis zum Start am Abend beginnt. Die Stunden ziehen sich endlos hin.
Am Start vor dem Eisstadion in Biel treffe ich noch einige Bekannte. Man wünscht sich viel Erfolg und gutes Gelingen bei der “Nacht der Nächte. Die letzten Vorbereitungen und ich stehe im Startfeld. Ist es wahr, bin ich hier? Es ist 22:00 Uhr, der Startschuss fällt und beantwortet meine Frage. Es geht los. Mein 1. Bieler 100km Lauf.
Die ersten Kilometer bin ich eigentlich nur am Schweben. Ich bin beeindruckt und es fasziniert mich, wo eben noch die Volksstimmung in der Stadt war, ist nach 6 km nur noch die Stille der Nacht. Gespräche verstummen, man ist in sich gekehrt und konzentriert. Ich treffe auf Dennis, meiner Radbegleitung bei Kilometer 35. Rede aber nicht viel, ich bin nur auf den Lauf fixiert. Bei Kilometer 38 meldet sich mein Magen, mir ist schlecht. Die Füße brennen, da ich zum ersten Mal etwas dickere Socken gewählt habe. Es kommen Blasen dazu, oh Gott denke ich, jetzt muss ich etwas tun, denn ich hatte ja noch über 60km vor mir. Ich trennte mich von den Socken und versuchte es Barfuss in den Schuhen. Nach 2 km Probelauf signalisierte der Kopf, Torsten es war eine gute Idee, so geht es auch. Mit meinem Magen wurde es auch besser und ich trank nur noch Cola, keine Iso-Getränke mehr. Bei Kilometer 60 ging es den Ho Tschi Minh-Pfad entlang. Ein sehr schmaler, steinig unebener Weg, wo die Läufer wieder unter sich waren, da keine Radbegleitung erlaubt war. Auf diesem Pfad versuchte ich an meiner Taktik fest zu halten und irgendwie den “Ultra-Schlappschritt” hin zu kriegen und so lange wie möglich ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten.
Der Laufsport hat mir viel gegeben, ich habe viel erlebt. Was jetzt kommt ist für mich das Größte, 100 km in 11 Stunden, 12 Minuten. Vor zwei Jahren wäre daran nicht zu denken, aber ich habe es heute geschafft.
Biel ich komme wieder!

Herzlichst Euer
Torsten L. aus N.