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03.05.16

Ausscheidung der Optimisten zur Teilnahme an der Welt- bzw. Europameisterschaft (EMA/WMA)


Die besten 80 Optimisten-Segler Deutschlands starteten am 28.04.2016 in Warnemünde ihre Ausscheidung um die Teilnahme an der diesjährigen Welt- bzw. Europameisterschaft. Die Qualifikation dafür erfolgte über die deutschlandweite Rangliste. Mindestens 100 Ranglistenpunkte brauchten die Segler, um eine Chance auf eine Teilnahme an diesem hochkarätigen Event zu haben. Johann hatte sich bereits im Herbst dafür qualifiziert und gemeinsam mit Marino Rychlitzki aus dem SVEW durfte er an der EM-/WM-Ausscheidung teilnehmen.
Kategorie: Jugendarbeit
Erstellt von: Anonym

Bereits am Wochenende ging es für ein Vor-Training nach Warnemünde. Auch andere Trainingsgruppen nutzten dieses Wochenende für ein Training. So konnten sich die beiden Brandenburger Jungs ihre Konkurrenz schon mal von Nahem anschauen. Trainer Jonas Nachtigall stimmte sie auf das Segeln auf der Ostsee ein und gab letzte wichtige Technik- und Strategie-Hinweise. Bei Temperaturen um 7 Grad und Regen-bzw.  Hagelschauer war schon dieses Training nichts für „Weicheier“.  Am Sonntagabend ging es dann erst einmal wieder nach Hause – schließlich mussten noch zwei Schultage absolviert werden.

Nach erneuter Anreise am Dienstagabend war dann am Mittwoch die Kontroll-Vermessung der Boote. Alle Ausrüstungs- und Riggteile mussten genau beschriftet werden und wurden auf ihre Übereinstimmung mit den Klassenregeln geprüft. Es war ziemlich kalt und regnete den ganzen Vormittag. Am Nachmittag gab es dann noch eine kurze Trainingseinheit, der Regen hatte sich gelegt und das Wetter wirkte etwas freundlicher.

Donnerstag war der erste Wettfahrttag. Für die 4 Wettfahrttage waren insgesamt 10 Wettfahrten geplant. An der Sliprampe standen segelbereit 80 Boote. Nach der Eröffnung gab es pünktlich um 11.00 Uhr das Signal zum Auslaufen. Und man konnte es kaum glauben, binnen 5 Minuten waren alle Optis im Wasser und es kehrte Ruhe im Hafen ein. Das Wetter aber ließ zu wünschen übrig. Bei 7 Grad wehte ein frischer Wind aus West (4-5 Bft, in Böen auch 6 Bft) und ab und zu gab es einen Hagelschauer. Für Johann war es ganz schön hart und er hatte Mühe, dem Wind zu trotzen. Schon der Start zur ersten Wettfahrt war schwierig. Johann wurde an der Startlinie von 2 Optis in die Mangel genommen und mit dem Bug in einer Welle runter gedrückt. In dem Moment, wo alle anderen Segler los fuhren, lief Johann mit seinem Opti voll. An der Startlinie stehend, musste er erst einmal pützen. Er schaffte es gerade noch innerhalb der 4 Minutenfrist zu starten und segelte dem Feld hinterher. Aber er gab nicht auf und konnte bis zum Ziel sogar noch 2 Segler überholen. Auch die 2. Wettfahrt lief nicht wie gewünscht. Der Wind und die Welle machten Johann zu schaffen. Zur dritten Wettfahrt ließ der Wind etwas nach und Johann hatte seine Chance: er kam als 4. ins Ziel.

Ähnlich lief es auch an den nächsten Wettfahrttagen. Bei viel Wind hatte Johann noch zu wenig Gewicht, um sein Boot gerade zu segeln. Dementsprechend landete er auf den hinteren Plätzen. Bei etwas weniger Wind konnte er jedoch ganz vorne mit den erfahrenen Opti-Cracks mithalten und ersegelte sich tolle vordere Plätze. Ein 4. Platz, ein 5. Platz, ein 8. Platz und ein 17.Platz bei  der sehr starken Konkurrenz zeigen sein Potential. Insgesamt reichte es dann für Gesamtplatz 53, woran auch ein Frühstart in der 9. Wettfahrt Schuld ist.

Für Johann war es eine tolle Regatta, auch weil er viele Segler aus ganz Deutschland kennenlernen und wichtige Segelerfahrungen sammeln konnte. Und natürlich möchte er sich auch im nächsten Jahr wieder für die EMA/WMA qualifizieren.

Der nächste Höhepunkt in diesem Jahr wird die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft auf Helgoland sein. Um dort bestehen zu können, geht es am kommenden Wochenende erst einmal zum Stromtraining nach Wilhelmshaven.